Der Stiftungsrat

Bei der Gründung gehörten gemäss dem letzten Willen des Künstlers alle Erben und ein(e) Vertreter(in) der Gemeinde Ramsen dem Stiftungsrat an.
Diese Regelung erschien im Lauf der Zeit etwas starr, deshalb wurde sie bald gelockert und das Gremium sowohl für Nachkommen wie auch für Nicht-Familienmitglieder geöffnet, die Interesse für ein Engagement im Sinne der Stiftungszwecke bekunden und in einem der Ausschüsse mithelfen möchten.

Zu den Hauptaufgaben des Stiftungsrats gehört die Stärkung des Familienzusammenhalts und das Nachdenken über die Zukunft der Stiftung, damit sie auch langfristig die in der Urkunde definierten Zwecke erfüllen kann. Sehr wichtig dafür ist die Erhaltung des Stiftungssitzes in Ramsen, wo sich die Familie treffen und die gemeinsamen Traditionen weiterpflegen kann. Die identitätsstiftende Ausstrahlung dieses Ortes ist ungebrochen und man/frau fühlt sich hier der ideellen Welt des Stifters besonders nahe verbunden. Der schönste Stiftungsanlass im Jahr ist jeweils das Familientreffen im Herbst, das stets in bester Erinnerung bleibt und die weit verstreute Familie Jahr für Jahr in Ramsen zusammenführt.

Es ist erfreulich und gibt Anlass zur Zuversicht, dass die junge Generation bereits vielfach Interesse an diesem gemeinsamen Werk gezeigt hat. Die Hoffnung besteht also, dass sich in unserer schnellebigen und von Stress geprägten Zeit auch weiterhin genügend Junge in der Familie und im Umfeld finden werden, die zum Freiwilligeneinsatz in den Stiftungsausschüssen bereit sind. Viel Arbeit haben sie bereits geleistet, zum Beispiel bei der Archivierung und Katalogisierung des künstlerischen Nachlasses von Joseph Gnädinger oder bei der Pflege des Gartens in Ramsen. Auch die Reise von sechs Jungen der nächsten Generation nach Togo im Herbst 2011 hat viele Impulse in unseren Beziehungen zu Togo und in der Projektarbeit ausgelöst.