Opfer der Überschwemmungen 2007

2007

Im Berichtsjahr 2007 ist die Savannenregion im Norden Togos wie viele andere Gebiete am Südrand der Sahelzone von schweren Überschwemmungen heimgesucht worden. Während zwei Wochen im September setzten sintflutartige Regenfälle mit doppelter jährlicher Niederschlagsmenge die Savanne unter Wasser. Die Folgen waren gravierend und sind bis heute nicht bewältigt.

Häuser, Schulen, Strassen und Felder wurden zerstört, fast die gesamte Ernte des letzten Jahres ist ausgefallen und zahlreiche Staudämme sind unter den Wassermassen eingebrochen, darunter leider auch jener in Bombouaka, der erst vor zwei Jahren mit unserer Hilfe saniert worden war.

Als kleiner Lichtblick erreichte uns die Meldung, dass sich das System der Wasser – Leitmauern im Dorf ausserordentlich gut bewährt hatte. Trotz der extremen Wucht der Wassermassen waren zum ersten Mal nach einer grösseren Überschwemmung in Bombouaka kaum Gebäudeschäden zu verzeichnen.

Im Herbst 07 hat der Afrika- Kontaktausschuss unter den Stiftungsräten mit einem Spendenaufruf eine namhafte Summe gesammelt und nach Togo geschickt. Diese Nothilfe wurde von Bischof M. Anyilunda persönlich mit einem ausführlichen Dossier verdankt, das im Kranz zur Ansicht aufliegt.

Unsere Projekte mussten wegen der Ereignisse im letzten Jahr teilweise zurückgestellt werden. Das Dorfkomitee gab auf unsere Anfrage hin der Reparatur des Staudammes erste Priorität. Deshalb haben wir gemäss einem Kostenvoranschlag die Summe von 9000 CHF für dieses Projekt bewilligt. Die Reparatur ist inzwischen erfolgt und wird beim Einsetzen der Regenfälle im Juni einer ersten Belastungsprobe ausgesetzt.

Von den vorgesehenen Projekten wurden zwei realisiert:

Wie in den Jahren zuvor haben wir das Schüler/innen- Hilfsfonds der Diözese Dapaong mit 5000 CHF unterstützt

Der gehbehinderte Journalist, Schriftsteller und ErwachsenenbildnerThomas Arzouna Lamboni konnte sich mit unserer Hilfe für 2500 CHF ein motorisiertes Dreirad kaufen, das ihm bei seiner Arbeit ganz neue Möglichkeiten eröffnet.

Unser Vorschlag, die jährliche Summe, welche wir jeweils für kleine Weihnachtsgeschenke an bedürftige Familien in Bombouaka zur Verfügung gestellt hatten, in diesem Jahr für die Nothilfe einzusetzen, wurde vom Dorfkomitee vehement abgelehnt. Die Erinnerung an Seppel und die Freude über die unverhoffte Weihnachtsbescherung helfe den Leuten sehr wohl in ihrer Not. Eine Ablehnung, die uns freute; gerne schickten wir das Weihnachtsgeld von ca. 820 CHF nach Bombouaka.