die Sanitäranlagen beim Markt von Bombouaka; hier ein Bild nach zwei Jahren Betrieb (2011)

2009

Seitdem in letztem Herbst Abbé Augustin in Lyon im Rahmen seines Sabbatjahres eine theologische Weiterbildung angetreten hat, helfen wir ihm mit 250 € monatlich, die Lebens- und Studienkosten zu decken, da er für ein freiwilliges Nachdiplomstudium keinen Anspruch auf Stipendien besitzt; Unterkunft und Gastfreundschaft hat er bei einer Franziskanergemeinschaft in Villeurbain bei Lyon gefunden.

 

Der Kontakt zum Dorfkomitee in Bombouaka war auch in Abwesenheit von Abbé Augustin gut, und im Januar wir erhielten den Jahresbericht 09. Der Schwerpunkt der Aktivitäten im Berichtsjahr betraf die öffentliche Gesundheit und Hygiene in Bombouaka. Um diese zu verbessern, hat das CGSF den Bau von sanitären Einrichtungen auf dem Dorfmarkt beschlossen und realisiert. Es handelt sich um einen Latrinenblock mit sechs Einheiten, eine Urinalanlage und eine Abfalldeponie. Dieses Projekt beanspruchte einen Grossteil der verfügbaren Mittel und wurde erfolgreich abgeschlossen. Es verleiht Bombouaka Modellcharakter in diesem Bereich und zog bereits etliche Delegationen anderer Dorfgemeinschaften an.

Weitere Realisierungen im Berichtsjahr:

- Das CGSF hat in Zusammenarbeit mit dem „Comité de Développement Villageois 
(CVD; Dorf-Entwicklungskomitee)“ Freiwilligenkurse organisiert, in denen Interessierte im Umgang und der Instandhaltung der geschaffenen Sanitäreinrichtungen unterwiesen wurden
- Die im Jahr 2008 gepflanzten Bäume sind leider trotz verschiedenen Schutzmaßnahmen zu einem erheblichen Teil Buschfeuer und Trockenheit zum Opfer gefallen. Viele Fruchtbäume (Johannisbrot- und Cajoubäume, insgesamt etwa 200) wurden von den Dorfbewohnern jedoch ausgegraben und auf ihr Grundstück verpflanzt.
- Eine Anzahl Schulkinder hat durch den CGSF verschiedene Hilfen erhalten. Das waren in erster Linie jene, welche im Centre Joseph Baatul Aufnahme fanden und die Primarschulen von Soungou, Boulogou, Djalogue, Kounkual und Bombouaka besuchten. Sie erhielten regelmässig Petroleum, Getreide, manchmal etwas Geld um den Mais zu mahlen. Andere erhielten zum Anfang des Schuljahres 2009/10 Hefte und Kugelschreiber.
- 369 Schulkinder haben an den Aktivitäten der „Vacances utiles Joseph Baatul“ teilgenommen, welche vom Bistumsverwalter in den 17 Pfarreien der Diözese organisiert wurden. Dadurch konnten sie Schulmaterial, das Schulgeld oder Petrollampen bezahlen.
- Das CGSF half in Notsituationen, die Arzt- bzw. Spitalkosten  oder Medikamentenrechnungen von mittellosen Patienten zu bezahlen.
- Die Bistumsverwaltung hat über das Hilfsprogramm „TOTL“ („Hilfe“) vielen mittellosen Kranken zu medizinischer Hilfe verholfen, weiter erhielten Weisen und verlassene Alte Nahrungsmittelhilfe.
- Mit den Mitteln der Stiftung konnte das CGSF die Gebäude der alten KatechetInnenschule renovieren, um darin das neugegründete Gymnasium von Bombouaka  unterzubringen, und „eine Motivation“ für die Lehrerinnen und Lehrer offerieren, die sich nach Bombouaka verpflichten liessen. (Anmerkung: die Gründung eines Lycée war für die Dorfgemeinschaft seit langem ein Thema, doch die behördliche Bedingung, dass das Dorf für die Bereitstellung von geeigneten Gebäuden sorgen müsse, bildete ein grosses Hinderniss. Diese Bedingung konnte nun erfüllt werden, und die Behörden haben bereits zugestimmt.)
- Fünf Fußballmannschaften der Umgebung erhielten je eine Garnitur Tenues.

Vorschau:

Die Schwerpunkte der Aktivitäten werden 2010 auf die Ausbildung gelegt. Das neu gegründete Lycée wird im ersten Betriebsjahr Unterstützung brauchen. Die Schaffung von Berufsverbänden in der Region Bombouaka soll mit der Gründung einer SchneiderInnen-Kooperative vorangetrieben werden. Eventuell wird auch wieder eine Baumschule für das nächste Aufforstungsprojekt angelegt. Ein (bescheidener) Teil der Mittel wird für Notfälle und Nothilfe an Bedürftige bereitgehalten.