KOMITEE CGSF (Comité pour la Gestion et le Suivi des Fonds de la Fondation Joseph Gnädinger)

JAHRESBERICHT 2017

Übersetzung des Jahresberichtes 2017

Im Namen des CGSF möchten wir die Gelegenheit ergreifen, unsere besten Wünsche an alle unsere Partner, Wohltäter und großzügige Spender zu präsentieren. Wir legen hiermit den Bericht über unsere Tätigkeit im Jahr 2017 vor: 

1) Bildung

a) Lehrer
Während des Schuljahres 2016-2017 boten wir fünfzehn Lehrer/innen auf, die jeden Mittwoch und Freitag nachmittags von 15:00 bis 17:00 Stützunterricht gaben. Der Schwerpunkt lag vor allem auf Mathematik, Lesen und weiteren Themen in französischer Sprache. Die Dauer betrug zehn Monate.

b) Studenten.
Die Rolle der Studenten im Urlaub ist es, Kindern, die ihren Grundschulabschluss (CEPD) geschafft haben und sich auf die Mitteschule vorbereiten, eine 73Einführung in neue Fächer wie Englisch, Physik etc. zu geben.
Die Studenten geben auch Kurse für Schüler des ersten Zyklus (4 Jahre) und des zweiten Zyklus (2 Jahre) des Gymnasiums. Wir erhöhten (im letzten Schuljahr) die Teilnehmerzahl von 60 auf 90 Studenten. Der Ausschuss stellt fest, dass es eine gute Initiative ist, welche die schulischen Leistungen der Schüler auf allen Stufen verbessert hat, was sich in den brillanten Ergebnissen am Schluss des Schuljahres gezeigt hat.         

                                           Eine Gruppe von Studenten bei Vorbereitungen auf die Durchführung der Ferienkurse

c) „Vacances utiles“ (Schüler-Hilfsfonds der Diözese)
Das Ziel ist, Mittelschülern zu helfen, ihre Studiengebühren und Unterrichtsmaterial zu bezahlen. Sie verrichten während den Sommerferien gemeinnützige Arbeiten an öffentlichen Plätzen, Straßen usw. Diese Unterstützung geht auch an die Jugend von neunzehn weiteren Pfarreien des Bistums Dapaong.

2) Unterstützung für Jugendliche in Berufslehre
Diese Gruppe besteht hauptsächlich aus Mädchen ohne Schulabschluss, deren Zahl von Jahr zu Jahr wächst.
Die meisten von ihnen sind aus verschiedenen Gründen ausgeschult worden (mangelnde Unterstützung, ungewollte Schwangerschaft usw....). Wir helfen ihnen mit Ankauf von einfachem Berufswerkzeug. Wir möchten die Zahl der Begünstigten in diesem Jahr leicht von 70 auf 80 erhöhen.                                                                

3) Lehrverträge
                                                                                        

Um die Ausbildung bei einem Lehrmeister anzutreten, muss ein Vertrag unterzeichnet werden, in welchem die Verantwortlichkeiten des Lehrmeisters und des/der Lernenden für den Zeitraum der
3 oder 4 Jahre dauernden Ausbildung festgelegt werden. Die Vertragsgebühr beträgt 120.000 FCFA (ca. 250 CHF). Am Ende der Lehrzeit kann die Lehrabschlussprüfung abgelegt werden. Die Prüfung wird vom Staat durchgeführt und die Lehrlinge/Lehrtöchter erhalten ein Diplom („Certificat de Fin d’Apprentissage“, C.F.A.).                                              Lehrtöchter vor der Lehrabschlussprüfung  

Die Ausbildung wird vom Lehrmeister berechnet und der Lehrling muss die Schulden abzahlen.
Wir verhelfen mit diesem Projekt mittellosen Jugendlichen zu einem Einkommen, das ihnen nach Abzahlen der Schulden eine selbständige Existenz ermöglicht.

4) Gebäude/Infrastruktur  
Für die schwer körperlich behinderte Pascaline aus Korbongou bei Dapaong wurde eine doppelte Latrine mit Dusche gebaut. Pascaline erhielt schon früher von uns Hilfe und hat dank einem kleinen Verkaufsstand ein eigenes Einkommen.
                                 
                           Frauengruppe DINDANE mit Larissa zu Besuch bei Pascaline (Februar 2017)
Anlässlich einer zweiwöchigen Besuchsreise im Februar 2017 haben sich Larissa, Barbara und Vladimir unter anderem über den Fortgang der Projekte „Pascaline“ und „Dindane“ orientiert.
Um den kranken und behinderten Menschen den Zutritt zum Centre Médico-Social (CMS) in Bombouaka zu erleichtern, veranlasste das Komitee den Bau von zwei rollstuhlgängigen Rampen.
                
                        Spitaleingang vor dem Bau der Rampe - die neuen Rampen beim Haupteingang und bei der Maternité
5) Lernatelier              
Das Komitee hat das Projekt eines eingerichteten Lernateliers in Bombouaka gestartet. Die an „Nas Mode“ in Ouagadougou ausgebildeten Mädchen Jocelyne, Nadesh und Jacqueline werden hier das Gelernte weitergeben und Schneider/Innen weiter ausbilden.
Der Betrieb wird im laufenden Jahr aufgenommen. Die Kosten kamen knapp 3‘000 CHF über den Budgetvorschlag zu liegen. Der Grund dafür war eine Vergrößerung der Gebäudefläche, die sich als nötig erwies, um für den zukünftigen Betrieb genügend Platz zu bieten. Die Differenz konnte aus einer Nachzahlung für das vorangegangene Jahr sowie Einsparungen bei den anderen Projekten ausgeglichen werden.
               


                              Das Lernatelier im Bau…  fertig für den Einzug… und am Tag der Eröffnung

6) Film
Diese und weitere Aktivitäten wurden von M. Symphorien aus Dapaong auf Film festgehalten, von Vladimir und Barbara verarbeitet und an die Stiftung weitergeleitet. Zu den gefilmten Szenen gehörte auch ein Besuch bei der Frauengruppe DINDANE bei der Herstellung von Soja-Käse (Tofu), mit einem ausführlichen Interview. Im Informatikraum in Bombouaka wurden Interviews mit Lernenden und dem Leiter, M. Nourou geführt.


                    die Filmcrew von Symphorien Tchably;    im Interview mit Jocelyne     Filmaufnahmen bei Pascaline


Weitere Filmaufnahmen wurden an den Berufsschulen in Dapaong sowie bei Pascaline in Korbongou gedreht. Der Bau des Lernateliers wurde in mehreren Phasen au Film festgehalten.

7) Unterhalt  
Das Haus von Joseph Baatul wurde regelmäßig gepflegt, dazu kamen monatliche Pauschalen für den Stromanschluss.

8) Betrieb
Regelmäßige Sitzungen unseres Ausschusses mit dem C.V.D (Comité Villageois du Développement) und dem Chef Canton (trad. Dorf-Chef), welcher Ehrenpräsident des C.V.D. ist, hatten zum Ziel, Anregungen zu sammeln, Standpunkte zu harmonisieren und Aktivitäten für das kommende Jahr zu bestimmen.
Bei den Treffen mit dem diözesanen Schatzmeister Abbé Eloi und dem Generalvikar Abbé Augustin wurden deren Meinung und Rat zur Verwaltung der Mittel eingeholt.
Die Kosten betreffen die Sitzungskosten, Versammlungen, Informationsanlässe, Reisen, Kommunikation und Zubehör für das Sekretariat.

9) Fazit und Dank
Dies sind in Kürze die Aktivitäten des CGSF im letzten Jahr. Das Komitee sagt im Namen aller Begünstigten ein herzliches Dankeschön an die Mitglieder der Stiftung, ihre Partner und ihre Freunde. Wir beten zum Herrn um eine Stärkung der Freundschaft und Zusammenarbeit die uns verbinden.

10) Vorschau 2018
Für das Schuljahr 2018-2019 schlagen wir vor, vier Jugendliche aus Bombouaka nach Dapaong zur Ausbildung in BTS (Berufsdiplom) und BT (Berufsmatur) an der Berufsschule BONITA – HAUS zu senden. Dazu soll der Finanzierungsbedarf für Schulgeld, Unterkunft, Lebenskosten und Schulmaterial berechnet werden. Wichtig bei diesem Projekt ist eine Planung für die Rückkehr dieser jungen Menschen nach Bombouaka, ihre Niederlassung.
Im Projekt Lernatelier werden sich im September vier Mädchen aus Bombouaka, welche ihre Näherinnen-Ausbildung in Kara abschließen werden, den drei Schneiderinnen mit Ausbildung an „Nas Mode“ anschließen und mit ihnen zusammen im Lernatelier in Bombouaka arbeiten. Das Projekt und das Atelier erhielten den Namen ATELIER DE COUTURE MON STYLE. Die Mädchen können durch Erfahrungsaustausch zum guten Gelingen des Projekts beitragen.
ANMERKUNG: einige Budgetposten betreffend Einrichtung des Lernateliers konnten 2017 nicht realisiert werden und wurden in den Budgetvorschlag 2018 aufgenommen.

Bombouaka, 24. Januar 2018