Jahresbericht 2015

Das Jahr 2015 wird in guter Erinnerung bleiben. Das Komitee Joseph Gnädinger wendet sich im Namen der begünstigten Bevölkerung von Bombouaka an die Stiftung, deren finanzielle Unterstützung uns weiterhin Jahr für Jahr erreicht, um im Namen der Mitglieder des Ausschusses und all jener, die Barbara und Vladimir, Beat, Otmar, Mathias seligen Angedenkens und die verschiedenen Schweizer Delegationen gekannt hatten, die nach Bombouaka gekommen waren, unsere besten Wünsche für Gesundheit, langes Leben und Wohlergehen zu präsentieren. Wir beten zum Herrn um seinen Segen für alle Projekte, die wir mit eurer Unterstützung in Angriff nehmen können, und dass er euch die Mittel geben möge, uns deren Realisierung zur Freude und Hoffnung für der Jugend von Bombouaka zu ermöglichen.

 Es ist auch eine Gelegenheit für das CGSF, den jährlichen Tätigkeitsbericht für den Zeitraum von Januar bis Dezember 2015 vorzulegen, zu den folgenden Punkten:

I - Bildung

II - Hilfe für Lehrlinge

III - Hilfe für die Frauengruppe

IV - Weitere Tätigkeiten

V - Perspektiven für die Zukunft

VI - Verschiedenes

I - Bildung

a) Primarschule

Das Komitee hat die freiwilligen Lehrer der katholischen Schule von Bombouaka unterstützt (12). Sie haben während ihrer Freizeit mittwochs, Freitag nachmittags und manchmal auch am Samstagvormittag Stützkurse durchgeführt.

Diese Arbeit trug zu den sehr ermutigenden Ergebnissen bei: beim Grundschulabschluss
(6. Jahr) wurde eine Erfolgsquote von 100 % erreicht.

b) Hilfe für Studierende

Wir unterstützten den informellen Freundeskreis (AMESCABOM) (Vereinigung für Schüler, Studenten und Praktikanten aus BOMBOUAKA), der von den Studenten gegründet wurde. Einen Monat lag während der Sommerferien (vom 17. August bis 17. September 2015) bot AMESCABOM Ferienkurse in vier Zentren (BOMBOUAKA, KOULOK, MOUMONE und TAMBANGO) an. In diesen vier Zentren haben sich 546 Primar- und Mittelschüler angemeldet und wurden von 74 Studenten und Praktikanten unterrichtet. Daneben haben die Studenten gemeinnützige Arbeiten organisiert und ausgeführt, wie z.B. Reinigung und Unterhalt von öffentlichen Einrichtungen. Die Arbeiten umfassten den Markt, das Spital,  das Behindertenzentrum DON-Louis-ORIONE, den Weg zum Gymnasium von BOMBOUAKA.

Ausserdem wurde eine Sensibilisierungskampagne durchgeführt, in deren Rahmen über die Bewirtschaftung von Abfällen an öffentlichen Orten diskutiert und informiert wurde. Die Studenten haben dabei die Installation und Nutzung mobiler, aus gebrauchten Plastikkanistern hergestellten Abfalleimern auf dem Markt initiiert.

Die AMESCABOM erhielt von uns materielle und finanzielle Unterstützung.

II - Hilfe für die Lehrlinge

Das Komitee organisierte am 10. 08. 2015 einen Anlass für angehende Näherinnen und Schneider, an dem sie beraten und motiviert wurden, ihre Arbeit gründlich und sorgfältig zu erlernen, um gute Handwerker zu werden. Von den fünfzig Teilnehmenden erhielt jede(r) finanzielle Unterstützung für den Kauf von Werkzeug und die Vorbereitung  auf die staatliche Prüfung und das C.F.A (Abschlusszertifikat der Lehrlingsausbildung). Sie äußerten ihre Dankbarkeit und versprachen, der Geräte, die sie kaufen werden, gut zu nutzen. Ihr Dank für diese Unterstützung geht hiermit an die Stiftung Joseph Gnädinger.

Die beiden Mädchen, die dank der Unterstützung durch Fritz und Lotti Gnädinger eine Ausbildung in Burkina Faso absolvieren können, haben ihr zweites Lehrjahr antreten können. Ihr Schuljahres-Bericht wurde durch Vladimir und Barbara an Fritz übermittelt.

III - Getreidemühle für die Frauengruppe 'TINDANE' („Hoffen“)

Die Installation dieser Mühle nahm einige Zeit in Anspruch, u. A. wegen gewissen Schwierigkeiten mit der Standortwahl. Aber mit der Gnade Gottes hat sich alles geregelt und die Mühle ist seit dem 23. Dezember 2015 funktionsfähig. Die glücklichen Teilnehmerinnen lassen ihren Dank an die Stiftung ausrichten. Wir wollen sie über mehrere Monate mit einer Starthilfe begleiten, indem wir befristet die Bezahlung ihrer Stromrechnungen übernehmen.

IV - Betrieb

Die Mitglieder des Komitees haben sich von Januar bis Juni vermehrt getroffen - zur Vorbereitung der Reise in die Schweiz und um einige Grundbesitzer zu Gesprächen über mögliche Grundstücke für den Anbau von der Moringa und auch für den Bau eines Jugend-Zentrums in Bombouaka einzuladen.

3. bis 25. Juli, weilte eine Delegation von drei Personen: Miss Douti Lampouguini-Djanguenane, Abbé Augustin und Innocent Lare, in der Schweiz. Sie sahen ein schönes Land, wo die Menschen freundlich und nett sind, die Natur üppig und grün und durch schöne Seen und Wasserfälle umrahmt ist. Ein schönes Land der Berge (mehr darüber im Reise-Journal der Delegation des C.G S F). Diese Reise wird uns in unvergänglicher Erinnerung bleiben. Wir richten noch einmal unseren Dank an alle diejenigen, die unseren Aufenthalt in der Schweiz möglich und angenehm machten. Nach der Rückkehr aus der Schweiz haben die Mitglieder der Delegation in mehreren Versammlungen über ihre Reise Bericht erstattet.

Der Sekretär des Komitees hat nach Durchsehen des CGSF-Kontos bei der Diözese entdeckt, dass es eine verbleibende Summe auf der Haben-Seite gab, welche vom Ausschuss für den Bau eines Schulgebäudes in Soungou verwendet wurde. Das Dorf ist 3 km von der Schule in Bombouaka entfernt. Die dortige Schule weist in den sechsten Klassen Schülerzahlen über 100 auf und musste dringend entlastet werden. Dieses Geld hat uns auch darüber hinaus geholfen, das Budget für die Installation der Mühle für die Frauengruppe zu ergänzen und einige Pflanzen zu setzen (Teak und Moringa). Es sei darauf hingewiesen, dass das Geld ursprünglich für ein Klassenzimmer in Tambango bestimmt gewesen war, erbeten vom dortigen Regent. Weil aber Tambango in der Zwischenzeit die Finanzierung anderweitig erhielt, gab es der Ausschuss, um eine doppelte Finanzierung zu vermeiden, an jene Ortschaft, die es am meisten benötigte.

V - Perspektiven für die Zukunft

1 - Wir denken daran, den aktuellen Kopierer durch einen neuen zu ersetzen, da er alt ist und regelmäßig ausfällt.

2 - Wir wollen uns an ein WIFI-Netzwerk anschließen, welches derzeit im Dorf Bombouaka installiert wird.

3 - Unsere größte Hoffnung wäre die Realisierung des Gemeindezentrum-Projekts, welches wir der Stiftung im letzten Jahr vorgelegt hatten. Es wird autonom sein und nur sehr wenige Menschen beschäftigen, maximal 5 Personen. Wir haben Erfahrungen mit der Bewirtschaftung der Computer gesammelt, die wir von der Stiftung erhalten haben: das IT-Projekt funktioniert bisher gut und macht sich bezahlt.

Ein Gemeindezentrum hilft bei der Bekämpfung der Armut und es eröffnet den Zugang zu modernen Dienstleistungen. Die Einführung in Informatik und Internet wird in unserem Kanton ein exklusives Angebot sein.

Der Kanton Bombouaka ist reich an kulturellen Werten, deren Verbreitung jedoch mangelhaft ist, weil der öffentliche Raum für kulturelle Aktivitäten fehlt. Es gibt keinen Raum, der genügend Platz böte für Versammlungen oder Veranstaltungen.

Die Realisierung dieses Projekts kann helfen, die Auswanderung (vor allem junger und fähiger Menschen) in die Elfenbeinküste, nach Ghana oder weiter zu bremsen.

VI - sonstige

Durch Barbara und Vladimir haben nach der Rückkehr von unserer Reise viele Menschen von kleinen Geschenken profitiert (Kleider, Schokolade, Geld,…) Wir erstatteten nach unserer Rückkehr auch einen Höflichkeitsbesuch bei Minister YARK, um ihm für seinen persönlichen Einsatz für unseren Visumerhalt danke zu sagen. Für den Unterhalt des Hauses von Joseph Baatul fällt nur eine Pauschale für die Strom- und Wasserrechnungen an. Dies wären in großen Zügen die Hauptaktivitäten des C. G. S. F im Jahr 2015.

Wir entbieten euch unseren aufrichtigen Dank für alles, was ihr für die Entwicklung unseres Dorfs getan habt und tut.

Der Herr möge euch mit all seiner Gnade erfüllen

Der Vorsitzende                                                       der Sekretär des C.G.S.F

Henri Douti                                                                LARE P. Innocent