Medizinische Versorgung

Das Gesundheitszentrum in Bombouaka, welches früher von einer Schwesternkongregation gerührt wurde, ist vor 7 Jahren mitsamt der angeschlossenen Geburtsabteilung an den Staat übergegangen. Seither besitzt das Zentrum sehr wenig Unterstützung und es gab kaum Investitionen, von Einzelaktionen abgesehen (z.B. moderne OP- und Entbindungstische).

Das Zentrum hat kein fliessendes Wasser und das Regenwasser-Reservoir sowie das Wasserschloss sind seit Jahren defekt, so dass Wasser von der anderen Strassenseite geholt werden muss. Ebenso prekär ist die technische Ausrüstung (kein Sterilisationszubehör), Medikamenten- und Verbandmaterialmangel und die Büroeinrichtung (alles wird handschriftlich eingetragen, kein PC).

Das Ambulanzfahrzeug ist seit 4 Jahren nicht mehr fahrtauglich. In Notfällen müssen Anwohner gerufen werden. Oft trifft es Innocent Lare, der direkt daneben wohnt und in dessen Auto unlängst eine schwierige Geburt stattfand, zum Glück ohne Komplikationen.

Erwachsene Patienten, die kein Geld haben („Sozialfälle“) werden in die Stadt geschickt, von wo sie meist unverrichteter Dinge wieder zurückkehren. In diesen Fällen behandelt Schwester Anne-Marie die Patienten und versucht, das Geld zu „organisieren“, was ihr schon Vorwürfe wegen Bilanzfälschung eingetragen hatte.

Kranke Kinder, deren Familien die Behandlung nicht bezahlen können, werden in einem kirchlich geführten Kinderspital in der Stadt behandelt, nachdem die Eltern in einem Formular das Versprechen abgegeben haben, nach Möglichkeit die Rechnung später zu bezahlen.