Umgebung

Landschaftlich ist die Umgebung von Bombouaka mit den Felsstufen und Hügeln der sich im Norden öffnenden weiten Savannenlandschaft sehr reizvoll. Gleichzeitig ist jedoch die Erosionsgefahr hier besonders gross. Bombouaka ist von der EU und der UNO-Umweltorganisation auf eine Liste von etwa 20 ökologisch gefährdeten und besonders schützenswerten Regionen der Sahelzone aufgenommen worden.

Bezeichnend sind die grossen Unterschiede zwischen der langen und heissen Trockenzeit und der kurzen, aber heftigen Regenzeit. 

 Die Lage an der Transitroute bringt dem Dorf sowohl Vor- wie auch Nachteile:

Vorteile

 ž -  Der Markt von Bombouaka fördert mit den nahen Vermarktungschancen die Vielfalt in der Landwirtschaft der Umgebung, z.B. im Gartenbau.
  -  Das Dorf bietet Lebensunterhalt für eine Vielzahl von Handwerksbetrieben und auch Ausbildungsplätze in diesen Betrieben.
  -  Durch die gute Erschliessung haben die Schulen ein grosses Einzugsgebiet und einen entsprechenden Zustrom an Schulkindern, was vor allem die katholischen Schulen wichtig ist, die auf Schulgelder angewiesen sind.
  -  Bombouaka hat in der Zeit seit der Unabhängigkeit ein erhebliches politisches Gewicht erlangt; der verstorbene Dorfchef, David Sambiani, erreichte dies durch geschickte Lokalpolitik und persönliche Ausstrahlung.
  -  Die Bedeutung als regionales Zentrum hatte Bombouaka die Gründung des Gymnasiums ermöglicht - ein wichtiger Schritt in der Förderung lokaler Humanressourcen.

Nachteile

  - Der Markt stellt das Dorf auch vor Probleme, vor allem im Bereich der Umwelt und der öffentlichen Hygiene. In Freiwilligenarbeit werden die Latrinen gereinigt und der Abfall getrennt in Plastik und organische Abfälle; die Verbrennung von Plastik ist eine Belastung für die Umwelt.
  -  Der Stausee muss vor Missbrauch (v. A. Verschmutzung) geschützt werden.
  -  Die Strasse, welche mitten durch das Dorf führt, ist für die Einwohner, Marktgänger, Kinder, Haustiere usw. eine permanente Gefahrenquelle.
  -  Die Schul-Infrastruktur ist überlastet. Zudem ist das Dorf verpflichtet, genügend Lehrerunterkünfte bereitzustellen.