Wasserversorgung

Bombouaka verfügt über:

-       Eine alte Bohrung mit geringer Kapazität, deren Pumpe mit einem Windgenerator angetrieben wird - da niemand zuständig ist, bleibt sie oft über längere Zeit defekt; sie versorgt in erster Linie die Mission. Eine weitere Bohrung versorgt das Behindertenzentrum Don Orione.

-       Die neue Bohrung ausserhalb des Dorfes wurde vom Staat mit amerikanischer Hilfe für ca. ¼Mio. € erstellt, inklusive Pumpwerk, Wasserleitung und Verteiler im Dorf; Hausanschlüsse gibt es jedoch fast noch keine, obwohl die Kapazität für die Dorfversorgung ausreichen würde.
-       Die Schulen und der Kindergarten verfügen über Wasserreservoire.
-       Es gibt auch Schachtbrunnen, z.T. mit Abdeckung und Handpumpe, z.B. bei Coopec
-       Der Stausee bleibt sehr wichtig, als Wasserquelle für Landwirtschaft, für Tiere und für die Wäsche – besonders in der Hitzeperiode von Februar bis Mai.

Die geologischen Verhältnisse in der Region machen es relativ schwer, die Lage der Wasserreservoire genau zu bestimmen. Ein Drittel der Bohrungen ist misslungen, und in einem Fall hatte ein einheimischer Rutengänger direkt neben einer aufgegebenen 100m -Bohrung eine ausgiebige Wasserader in 12m Tiefe gefunden.

Die Wasserprobleme des Dorfes haben sich dank der neuen Bohrung entschärft. Bleibt das Problem des Wasserpreises (knapp 1Rp. pro Liter), denn sich manche nicht leisten können. Erst recht können sich die Leute einen Privatanschluss nicht leisten. Trinkwasser ist nicht gratis!

Leider haben auch das Gesundheitszentrum und die Geburtsklinik bisher noch keinen Wasseranschluss bekommen, obwohl die Verhältnisse demensprechend schlimm sind: bei nächtlichen Geburten gibt es weder Licht (ausser Petroleumlampen) noch fliessendes Wasser. In den 6 Jahren unter staatlicher Obhut hat das Dispensaire sehr wenig Unterstützung erhalten.

Da der Unterhalt der Wasserversorgung voll zulasten der Dorfgemeinschaft geht, gab es offenbar auch Orte in der Umgebung, die sich gegen eine Bohrung gewehrt haben, obwohl ihnen die vollen Kosten der Arbeit und Installation offeriert wurden und sie ein misslungener Versuch nichts kosten würde. Sie nahmen lieber einen Beitrag an die Realisierung eines Schachtbrunnens an, falls die Möglichkeit dazu auf ihrem Gebiet gegeben war.