Ausstellung und Buch

"Josef Gnädinger, Künstler und Bauer, 1919- 2000"

vom 28. November 2014 - 8. März 2015 im Museum zu Allerheiligen Schaffhausen

Gnaedinger Plakat F4 160x229

Das Kuratorenteam Dr. Hortensia von Roda, Isabelle Köpfli und Dr. Matthias Fischer haben mit grossem Interesse die Tagebücher und gesammelten Briefe gelesen sowie mit viel Umsicht den umfangreichen künstlerischen Nachlass und die Sammlung der Afrikafiguren gesichtet . Unterstützt wurden sie von Martin Schweizer, der alle bisherigen Publikationen, Fotos, Ton- und Filmdokumente sichtete. ln direkten Kontakten mit Freunden und Bekannten von Seppel und durch Recherchen bei Sammlern seiner Werke verschafften sie sich einen vertieften Einblick in das Leben von Joseph Gnädinger.

Entstanden sind das grossartige Buch "Joseph Gnädinger, Bauer und Künstler, 1919- 2000" und die Gedenkausstellung im Museum zu Allerheiligen, die das ganze Lebenswerk umfasste.

Herausgeberindes Buches ist die Sturzenegger-Stiftung, Museum zu Allerheiligen , Schaffhausen, mit Beiträgen der oben erwähnten Autoren. Gestützt auf die Tagebücher, die Zeichnungen und Bilder haben die drei Kuratorinnen alle Lebensphasen von Seppel, als Bauer und als Künstler gründlich erforscht und aufgearbeitet:
- Dr. Matthias Fischer "Der Brückenbauer. Das Frühwerk . 1937 bis 1965"
- Dr. Hortensia von Roda "L'art pour l'homme. Die Jahre in Togo. 1965 bis 1982"
- Isabelle Köpfli "Das Auge ist eine Gnade Gottes. Das Spätwerk. 1982 bis 2000".
Sie schufen eine überaus wertvolle, gründliche Dokumentation mit exakten QuellenAnmerkungen und professionellen, illustrativenAbbildungen. Mit der Besprechung und Würdigung seines künstlerischen Werkes, seiner dem Menschen und der Natur zugewandten Haltung sowie den Bezügen zu seinen Tagebucheinträgen, haben die Autorinnen Seppel sehr gut erfasst.

Die Ausstellung im Museum zu Allerheiligen war eine dichte, umfassende Schau aus allen Arbeitsphasen des Künstlers und über alle von ihm angewandten Techniken. Kombiniert und weiter verdichtet mit viel biografischen Dokumenten, Filmen, Text- und Tonkonserven entstand eine überaus präsente Gesamtschau, die Seppel als Persönlichkeit und sein Werk als Künstler umfassend abbildete.

An der Vernissage im vollen Münster nahmen über 600 Personen teil und der Abend wurde zu einem tollen, festlichen Auftakt. Auch die durch die Kuratorinnen geleiteten Führungen waren ausserordentlich gut besucht.

Ein ganz herzlicher Dank gilt allen Beteiligten und Verantwortlichen vom Museum zu Allerheiligen und der Sturzenegger-Stiftung für die engagierte, riesige Arbeit, die sie mit viel Empathie für Seppel geleistet haben .