29. September bis 28. Oktober 2012

Friedrich Brütschfriedrich bruetsch

Einladung zur Vernissage
Samstag 29. September 2012 um 15 Uhr


Einführung durch
Dr. phil. Gerard Seiterle, Museumsdirektor i. R.

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Öffnungszeiten
Samstag und Sonntag 14 bis 17 Uhr
und nach Vereinbarung 052 269 15 50

 Grossaufmarsch in der Galerie Kranz

 Aus nah und fern strömten die Gäste in die Galerie zum Kranz, wo eine Ausstellung mit Werken von Friedrich Brütsch eröffnet wurde.
VON ERNST HUNKELER

RAMSEN Rund 80 Besucher zirkulierten am Samstagnachmittag auf den drei Ebenen der Ramsemer Galerie zum Kranz in Seppel Gnädingers einstigem Domizil. Draussen stand ein kleines Partyzelt, doch dieses war wohl eher zum Sonnen- denn zum Regenschutz gedacht gewesen. Also spielte sich das Geschehen vor allem in der Galerie ab, wo Otmar Gnädinger die Gäste begrüsste, nachdem sie auf Treppen, Zwischenböden und im Erdgeschoss erst einmal zur Ruhe gekommen waren.

Von seinem Wohnsitz Paris und damit am weitesten war Friedrich Brütsch angereist. Der längst international renommierte Künstler hat damit einen Kreis geschlossen: Vor 81 Jahren wurde Walter Friedrich Brütsch kaum 200 Meter von der Galerie entfernt als Bauernsohn geboren, der dann in jungen Jahren auch den Betrieb übernahm. Nun stand er mit seiner Frau Eva Richter topfit und hellwach zwischen all den Leuten, die gekommen waren, um ihn und seine Kunst zu sehen- und gegenüber von Gerard Seiterle, der die ebenso informative wie humorvolle Laudatio hielt.

Friedrich Brütsch gibt seinen Beruf als Bildhauer an, doch die Ausstellung offenbart ganz andere Seiten des Künstlers - jene als Zeichner und Maler nämlich. Begonnen hat irgendwann alles ganz profan: Erst nach einer Lehre in der Steiner Schreinerei Guhl, dem väterlichen Betrieb des berühmten Stuhldesigners Willy Guhl, wandte sich Brütsch der Kunst zu. An den Akademien München, Wien und Berlin widmete sich der junge Ramsemer dem Studium der Gestaltung und - schnell einmal und definitiv - der Bildhauerei. Seit 1962 lebt er als Künstler in Paris, wo er im selben Jahr auch seine erste Einzelausstellung hatte, ohne jedoch den «Anschluss an die Weih> zu verlieren. Er holte sich seine Anregungen auf dem halben Globus, traf Henry Moore, weilte immer mal wieder in seiner Heimat und hatte sogar während ein paar Jahren seinen ZweitwohnsitZ im Diessenhofer Unterhof, bevor dieser an die Wintertbur-Versicherung ging.

Friedrich Brütsch arbeitet mit allen Materialien, mit denen sich ein Bildhauer ausdrücken kann, wobei er - seinem angestammten Beruf gemäss - mit den verschiedensten Holzarten von Linde (weich) bis Eiche (hart) begonnen hat. Nebst einigen kleineren Bronzeplatten und einem -kubus sind es vorab Holzskulpturen und -reliefs, die in Ramsen zu sehen sind: Abstrakte Werke in vollendeter Harmonie, die ihrer eigenen Stimmigkeit verpflichtet sind. Daneben zeugen zahlreiche Zeichnungen und meist kleinformatige Farbspielereien von der Kunst Friedrich Brütschs auch in diesen Bereichen.