7. Mai bis 5. Juni 2005

Roman Meyer - Bombouakamarkt

Fotos einer Reise

Vernissage 7. Mai, 15 Uhr. 
Einführung durch Mathias und Otmar Gnädinger.

Finissage: 5. Juni, 14 bis 17 Uhr

Öffnungszeiten: Samstag & Sonntag 14 bis 17 Uhr 
und nach Vereinbarung; Telefon 052/743 18 89 oder 052/743 13 68

Bombouaka

Fotos einer Reise auf den Spuren von Joseph Gnädinger ins Savannendorf Bombouaka im Norden von Togo, Westafrika

Roman Meyer ist 1957 geboren und in Reiden Kt. Luzern aufgewachsen. Über fünf Jahre war er in London, Los Angeles und San Francisco tätig und hat dort eine Ausbildung im Bereich Foto, Film und Journalismus absolviert. In dieser Zeit konnte er als Fotograf bei der Los Angeles Times erste, prägende Berufserfahrungen machen. Zurück in der Schweiz hat er sich zum soziokulturellen Animator und anschliessend zum Erwachsenbildner weitergebildet.
Heute arbeitet Roman Meyer als Dozent der Fachhochschule Innerschweiz und als TVRedaktor für SF1 (al Dente, Notruf), SF2 (Gesundheit Sprechstunde, OOPS), Sat1 (Movie Club).

Mit viel Engagement ist er auch weiterhin als Fotograf tätig. Zu seiner Motivation, seiner Arbeitsweise und ‐Technik sagt er folgendes:

«Seit 15 Jahren fotografiere ich mit meiner Grossformatkamera Menschen. Da diese Kamera schwer und eben gross ist, braucht es vom Fotografen und vom fotografierten Menschen einiges an Geduld und Ausdauer. Es sind keine schnellen Bilder möglich. Von der ersten Kontaktaufnahme bis zum Belichten des Negatives vergehen 15 Minuten, oft auch mehr. Diese zwar kurze, aber intensive Zeit ist meine Motivation. Der Austausch, der Kontakt und die Begegnung mit dem Menschen vor der Kamera sind immer wieder ein spezielles Erlebnis. Zu jedem Portrait gibt es für mich eine Geschichte, die sich irgendwie auch in den Bildern zeigt. Daneben fotografiere ich aber auch im Mittel ‐ und im Kleinformat, hier entstehen eher Schnappschüsse.

Die Grossformatigen Portraits habe ich im Platindruckverfahren hergestellt, die restlichen Bilder auf Barytpapier belichtet.
Der Platindruck ist wohl das edelste Herstellungsverfahren für archivsichere photographische Drucke. Ausgangspunkt ist ein Aquarellpapier, das mit einer Eisensalz‐ und Platinsalzlösung lichtempfindlich gemacht wird. Dieses Papier wird dann im Kontaktverfahren mit einem Negativ belichtet und anschliessend in einer Lösung von Ammoniumcitrat entwickelt. Platindrucke zeichnen sich durch eine sehr hohe Haltbarkeit und differenzierte Grauwertabstufung aus, sind aber recht teuer.

Die schwarzen Pinselstriche an den Rändern sind Emulsionsspuren ausserhalb des Negativs.
Als Platindrucker ist man sowohl Zauberer als auch Wissenschaftler. Die Wissenschaft kann einen führen, aber es gibt kein physikalisches Gesetz, das einem sagt, welches das richtige Papier ist, wie die perfekte Emulsion zusammengesetzt wird, oder welches der richtige Entwickler ist. Das sind die persönlichen künstlerischen Entscheidungen.»